
Die Quartiersarbeit muss weitergehen!
Forum Hospitalviertel hält die Streichung der kommunalen Förderung für die Quartiersarbeit für eine kurzsichtige Entscheidung mit schwerwiegenden Konsequenzen für das Miteinander in der Stadt. Der Verein prüft, wie die Arbeit unter den neuen Bedingungen weitergehen kann.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht der Verein Forum Hospitalviertel e.V. für Begegnung, Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement im Herzen der Stadt und vernetzt Menschen, Initiativen, Kultur, Handel und Zivilgesellschaft. Die städtebauliche und soziale Entwicklung und Geschichte dieses zentralen Stadtquartiers haben bewiesen: Quartiersarbeit ist kein freiwilliger Zusatz, sondern eine zentrale Grundlage für sozialen Zusammenhalt, für eine funktionierende Stadtgesellschaft und für urbane Lebens- und Aufenthaltsqualität. „Das Forum Hospitalviertel e.V. prüft nun, wie es seine Arbeit im Hospitalviertel und in der City auch nach dem Wegfall der kommunalen Förderung fortsetzen kann. Der Verein reagiert damit auf eine finanzielle Zäsur, die erhebliche Auswirkungen auf die bisherige Arbeit des Vereins hat, stellt jedoch zugleich klar, dass die Bedeutung der Quartiersarbeit davon unberührt bleibt“, sagt Eberhard Schwarz im Namen des Vorstands.
Der Wegfall der Förderung zwingt den Verein dazu, seine Arbeit neu zu organisieren und zusätzliche Partnerschaften und Unterstützungsformen zu erschließen. Zugleich versteht sich das Forum Hospitalviertel darin als Impulsgeber für neue Formen der Solidarisierung in der Stadtgesellschaft. Ohne neue Schulterschlüsse und neue Ideen für das Miteinander in den Quartieren verliert die Stadtgesellschaft den Zusammenhalt, den kommunale Politik und Wirtschaft nicht alleine gewährleisten können. „Ziel bleibt es, Räume für Begegnung zu sichern, ehrenamtliches Engagement zu stärken und das Quartier als lebendigen, solidarischen Stadtraum weiterzuentwickeln“, sagt Schwarz und ergänzt: „Konkret steht in den kommenden Monaten die bürgerschaftliche Beteiligung an der Neugestaltung der Theodor-Heuss-Straße, des Leuschnerplatzes als Platz der Demokratie und in besonderer Weise die intensivere Vernetzung von Jugend- und Bildungseinrichtungen mit den anderen Akteuren im Quartier auf der Tagesordnung.“
Um die Arbeit langfristig abzusichern, ist das Forum Hospitalviertel künftig verstärkt auf Unterstützung angewiesen, sowohl finanziell als auch ideell und durch aktives Mitwirken. Der Verein lädt Bürgerinnen und Bürger, Institutionen, Initiativen sowie Unternehmen ein, sich an der Weiterentwicklung der Quartiersarbeit zu beteiligen und Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen.
In den kommenden Tagen und Wochen wird das Forum Hospitalviertel weitergehende Informationen zu den nächsten Schritten, zu Beteiligungsmöglichkeiten und zu konkreten Formen der Unterstützung veröffentlichen.

