Am 8. Juni 2026 stellte der Vorstand des Forums Hospitalviertel seinen Jahresbericht 2025 im Bezirksbeirat Stuttgart Mitte vor

Der Vorstand des Forum Hospitalviertel e.V. hat im Bezirksbeirat Stuttgart-Mitte seinen Jahresbericht für 2025 vorgestellt und dabei die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Arbeit für den sozialen Zusammenhalt im Quartier betont. Trotz großer Erfolge im vergangenen Jahr steht der Verein vor erheblichen finanziellen Herausforderungen.

Ein erfolgreiches Jahr für das Quartier
Der Rückblick zeigte ein lebendiges Jahr 2025: Das Hospitalviertelfest mit der Einweihung des Synagogenvorplatzes wurde als wichtiges Zeichen für interreligiöse Begegnung und demokratische Kultur hervorgehoben. Zahlreiche Projekte im öffentlichen Raum stärkten das Miteinander im Quartier. Die Zusammenarbeit mit Stadtplanung, Sozialamt und Schulen wurde weiter vertieft.

Sorge um die Zukunft der Geschäftsstelle
Deutlich wurde jedoch auch: Die finanzielle Lage des Forums ist angespannt. Die bisherige Förderung ist ausgelaufen, eine institutionelle Förderung existiert nicht. Die Geschäftsstelle kann ab Juni nicht mehr personell besetzt werden. Der Vorstand sprach offen von „leeren Taschen“ und der Notwendigkeit, 2026 als „Jahr der Neuerfindung“ zu nutzen.
Der Bezirksbeirat zeigte Verständnis und betonte die Bedeutung der Arbeit des Forums für die Quartiersentwicklung. Mehrere Mitglieder sprachen sich für Gespräche mit dem Sozialamt und der Stadtspitze aus, um Wege einer verlässlichen Förderung zu prüfen.

Blick nach vorn: 25 Jahre Forum Hospitalviertel
Für 2027 plant der Verein sein 25‑jähriges Jubiläum – als Fest der Demokratie und als Einladung an das gesamte Quartier: Save the Date: 10. Juni 2027!
Zudem soll das Projekt Leuschnerplätzle weiterentwickelt werden: ein Ort der demokratischen Kultur an der Schnittstelle von Literaturhaus, Bollwerk und Institut français.  

Appell an Politik und Stadtgesellschaft
Der Bezirksbeirat würdigte das Forum als „unverzichtbaren Motor der Quartiersentwicklung“ und betonte, dass 25 Jahre Engagement nicht durch fehlende Mittel gefährdet werden dürften.
In verschiedenen Beiträgen aus dem Kreis der Anwesenden – allem voran von Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle –  wurde deutlich: Quartiersarbeit ist kein „nice to have“, sondern zentral für ein friedliches, lebendiges Miteinander in der Innenstadt.